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Pellets, Grundfutter, Crushed Pellets oder Boilie Crumb am Method Feeder? So wählst du die richtige Mischung

Pellets, Grundfutter, Crushed Pellets oder Boilie Crumb am Method Feeder? So wählst du die richtige Mischung

Beim Method-Feeder-Angeln greifen viele Angler fast automatisch zu einer Tüte 2-mm-Pellets. Kurz einweichen, in die Form geben, den Feeder hineindrücken und los geht’s.

Daran ist nichts falsch. Micro Pellets sind nicht ohne Grund so beliebt.

Aber sie sind ganz sicher nicht immer die beste Wahl.

Manchmal brauchst du ein Futter, das schneller arbeitet. Manchmal möchtest du weniger Nährwert auf den Platz bringen. An anderen Tagen willst du Karpfen mit einer gröberen und gehaltvolleren Mischung gezielter ansprechen. Und wenn du in vier oder fünf Metern Tiefe angelst, muss dein Futter vor allem noch am Method Feeder sitzen, wenn er unten ankommt.

Dann kommen Grundfutter, Crushed Pellets, Boilie Crumb und Mischungen aus verschiedenen Futtersorten ins Spiel.

Gutes Method-Feeder-Angeln beginnt deshalb nicht mit der Frage:

Welchen Geschmack nehme ich heute?

Die wichtigere Frage lautet:

Was soll mein Futter heute unter Wasser tun?

In diesem Guide erklären wir, wann du dich entscheidest für:

  • Micro Pellets
  • Crushed Pellets
  • Grundfutter
  • Boilie Crumb
  • Kombinationen verschiedener Method-Futter

Und vor allem: welche Wahl bei F1, Karpfen und Brassen sinnvoll ist, wie du das Futter richtig vorbereitest und was du verändern solltest, wenn deine Mischung nicht so arbeitet, wie du es erwartet hast.

Es gibt nicht das eine beste Method-Feeder-Futter

Eine gute Method-Mischung muss drei Dinge können.

Erstens muss sie beim Wurf auf dem Feeder bleiben.

Zweitens muss sie den Weg zum Grund überstehen.

Und drittens muss sie dort wieder anfangen aufzugehen und sich vom Feeder zu lösen.

Genau darin liegt die Schwierigkeit.

Eine Mischung, die in einem Meter Wassertiefe perfekt funktioniert, kann in fünf Metern Tiefe schon auf halbem Weg vom Feeder verschwunden sein. Ein Futter, das einen weiten Wurf problemlos übersteht, kann auf kurze Distanz viel zu klebrig sein.

Bevor du beginnst, solltest du deshalb einige Fragen beantworten:

  • Welche Fischart möchte ich fangen?
  • Wie warm ist das Wasser?
  • Wie tief angle ich?
  • Wie viele Fische sind auf dem Platz?
  • Wie viel Nährwert möchte ich einbringen?
  • Wie schnell soll sich das Futter öffnen?
  • Wie häufig möchte ich neu werfen?

Erst danach wählst du dein Futter.

1. Micro Pellets: der Klassiker am Method Feeder

Für viele Method-Angler bilden 2-mm-Pellets die Basis.

Das ist logisch. Sie sind klein genug, um sie kompakt in eine Method Form zu drücken, bilden ein konzentriertes Futterpaket und sorgen dafür, dass dein Hakenköder zwischen vielen kleinen Futterteilchen liegt.

Bei Reniers findest du zum Beispiel die Reniers Fishing Gold Range Method & Feeder Pellets 2mm und die Reniers Fishing Method & Feeder Competition Pellets.

Wann sind Micro Pellets stark?

Micro Pellets sind besonders interessant, wenn:

  • Karpfen oder F1 aktiv fressen
  • die Fische Pellets gewohnt sind
  • du sehr konzentriert rund um den Hakenköder füttern möchtest
  • du keine große Futterwolke im Wasser erzeugen willst
  • du den Futterplatz ruhig am Boden halten möchtest
  • du regelmäßig denselben Punkt anwirfst

An Commercials sind 2-mm-Pellets deshalb oft eine hervorragende Basis.

Pellets sind aber nicht automatisch besser

Pellets sind echtes Futter.

Mit jedem neuen Wurf bringst du also auch weitere Nahrung auf den Platz.

An einem warmen Sommertag mit vielen aktiven Karpfen kann genau das richtig sein.

An einem kalten Tag mit nur wenigen vorsichtigen Fischen kann es schon zu viel sein.

Der erste wichtige Unterschied lautet deshalb:

Lockwirkung erzeugen ist nicht dasselbe wie viel zu füttern.

2. Crushed Pellets: dieselbe Futterbasis, aber eine andere Wirkung

Crushed Pellets werden oft einfach mit normalen Pellets in einen Topf geworfen. Unter Wasser verhalten sie sich aber anders.

Durch das Zerkleinern entstehen:

  • Pulver
  • kleine Krümel
  • halbe Pelletstücke
  • gröbere Partikel

Dadurch vergrößert sich die Oberfläche und das Futter nimmt meist schneller Wasser auf und gibt schneller Partikel und Lockstoffe frei als ganze Pellets.

Warum Crushed Pellets?

Sie sind interessant, wenn du:

  • auf einer Pelletbasis bleiben möchtest
  • schnellere Lockwirkung brauchst
  • weniger ganze Pellets einbringen willst
  • unterschiedliche Strukturen im Method Feeder möchtest
  • zusätzliche feine Bestandteile in deiner Mischung brauchst
  • Pellets mit Grundfutter kombinieren möchtest

Fein gemahlene Pellets können nach dem Befeuchten außerdem die Bindung einer Mischung unterstützen.

Grob gecrushte Pellets sorgen dagegen für mehr Struktur und größere Futterteilchen auf dem Boden.

Fein oder grob?

Feine Crushed Pellets:

  • arbeiten schneller
  • geben viele kleine Partikel frei
  • sorgen für mehr Zusammenhalt in der feuchten Mischung
  • bilden ein feineres Futterbett

Grobe Crushed Pellets:

  • geben mehr Struktur
  • hinterlassen größere Futterteile
  • erzeugen einen gröberen Futterplatz
  • bringen pro Partikel mehr Nahrung

Du musst dafür nicht einmal ein fertiges Crushed-Pellet-Produkt kaufen.

Mit einem Korda Krusha kannst du Pellets und Boilies selbst fein oder grob zerkleinern.

Für größere Mengen eignet sich auch der NGT Electric Boilie Grinder USB wiederaufladbar.

Eine einfache Kombination

Versuche beispielsweise:

2-mm-Pellets + Crushed Pellets.

Du behältst ganze kleine Pellets am Platz, während die feineren Bestandteile schneller anfangen zu arbeiten.

3. Grundfutter: viel Lockwirkung, ohne ständig ganze Pellets zu füttern

Grundfutter wird manchmal als altmodische Alternative zu Method Pellets gesehen.

Das ist Unsinn.

Ein gutes Method-Grundfutter ist einfach ein anderes Werkzeug.

Mit feinem Grundfutter kannst du viel Geruch, Geschmack und kleine Futterpartikel rund um den Hakenköder bringen, ohne dass jeder Wurf automatisch aus vielen ganzen Pellets besteht.

Wann ist Grundfutter interessant?

Zum Beispiel bei:

  • kaltem Wasser
  • vorsichtigen Karpfen
  • F1
  • Brassen
  • stark befischten Gewässern
  • Situationen, in denen schnelle Lockwirkung wichtig ist
  • Situationen, in denen du wenig Futter einbringen möchtest
  • häufigem Neuwerfen

Ein echtes Method-Grundfutter muss dabei genug Bindung besitzen, um am Feeder zu halten.

Ein Beispiel ist der Sonubaits Super Carp Method Mix.

Eine weitere Option ist das Sonubaits Robin Red Method Groundbait.

Wann kann Grundfutter Pellets schlagen?

Stell dir vor, auf deinem Platz stehen nur wenige Fische.

Mit jedem Pelletwurf legst du neue feste Nahrung nach.

Mit feinem Grundfutter kannst du dagegen eine deutliche Lockwirkung erzeugen, ohne dieselbe Menge größerer Futterpartikel anzubieten.

Gerade bei vorsichtigen Fischen kann das entscheidend sein.

4. Boilie Crumb: unterschätzt beim Method Feeder auf Karpfen

Boilie Crumb verdient einen eigenen Platz in der Method-Fischerei.

Es ist nämlich mehr als nur ein kaputter Boilie.

Beim Zerkleinern entstehen:

  • feines Pulver
  • kleine Boiliekrümel
  • gröbere Boiliestücke

Damit kannst du das Aroma- und Nährstoffprofil eines Boilies konzentriert rund um den Feeder anbieten, ohne ganze Boilies auf den Platz zu bringen.

Wann ist Boilie Crumb interessant?

Vor allem wenn:

  • du gezielt auf Karpfen angelst
  • du denselben Boilie- oder Wafter-Geschmack als Hakenköder verwendest
  • am Gewässer viel mit Boilies gefüttert wird
  • du von der klassischen Pelletstrategie abweichen möchtest
  • du eine reichhaltigere Method-Mischung bauen willst
  • du in kaltem Wasser Boilie-Attraktion ohne viele ganze Boilies möchtest

Futter und Hakenköder aufeinander abstimmen

Fischst du beispielsweise einen Krill-Wafter?

Dann kannst du Boilies mit einem ähnlichen Profil zerkleinern und dem Method-Futter zufügen.

Fischst du einen süßen Hakenköder?

Dann kannst du entsprechend süßere Boilies verwenden.

Das Matching ist aber kein Gesetz.

Manchmal ist gerade ein kontrastierender Hakenköder stärker.

Reniers bietet eine große Auswahl an Boilies und Pop-ups.

Mit dem Korda Krusha kannst du daraus selbst die gewünschte Crumb-Struktur herstellen.

5. Pellets, Grundfutter und Crumb kombinieren

Jetzt wird es richtig interessant.

Du musst dich nämlich überhaupt nicht für nur eine Futtersorte entscheiden.

Micro Pellets + Grundfutter

Die wahrscheinlich bekannteste Kombination.

Damit verbindest du:

  • echte Futterpartikel aus Pellets
  • schnelle Lockwirkung aus Grundfutter
  • zusätzliche Bindung
  • unterschiedliche Strukturen

Ein Startpunkt kann sein:

50 % Pellets / 50 % Grundfutter.

Aber das ist keine feste Regel.

In kaltem Wasser können 25 % Pellets und 75 % Grundfutter sinnvoller sein.

Im Sommer bei aktivem Fisch vielleicht genau umgekehrt.

Micro Pellets + Crushed Pellets

Interessant, wenn du komplett auf Pelletbasis bleiben möchtest, aber mehr Aktivität im Futterpaket brauchst.

Du bekommst:

  • ganze Pellets
  • Pelletstücke
  • Pelletpulver

und damit verschiedene Auflösungs- und Freisetzungszeiten.

Pellets + Boilie Crumb

Vor allem für Karpfen interessant.

Die Pellets bringen Struktur und kleine feste Nahrung.

Der Boilie Crumb bringt das Profil deiner Boilie- oder Wafter-Strategie dazu.

Grundfutter + Boilie Crumb

Eine gute Möglichkeit, wenn du weniger ganze Partikel anbieten, aber trotzdem eine gehaltvollere Karpfenmischung erzeugen willst.

Pellets + Crushed Pellets + Grundfutter

Hier hast du praktisch einen Baukasten:

  • Pellets für Nahrung
  • Crush für schnelle Aktivität
  • Grundfutter für Bindung und feine Lockwirkung

6. 50/50 muss nicht wirklich 50/50 sein

Der Begriff 50/50 Method Mix ist sehr bekannt.

Aber lass dich davon nicht einschränken.

Das Prinzip ist die Kombination verschiedener Bestandteile, nicht eine mathematisch vorgeschriebene Mischung.

Ein Beispiel aus dem Reniers-Sortiment ist Sonubaits Super Crush 50/50 Method Paste Natural, das unter anderem zerkleinerte Pellets enthält.

Wenn du selbst mischst, darfst du die Verhältnisse anpassen.

Schwierige Fische

Mehr Grundfutter, weniger Pellets.

Sehr aktive Karpfen

Mehr Pellets, weniger Grundfutter.

Schnelle Lockwirkung

Mehr feine Bestandteile oder Crush.

Mehr Selektivität

Etwas gröbere Struktur, Pellets oder Boilie Crumb.

7. Welches Futter für F1, Karpfen und Brassen?

F1

Gute Ausgangspunkte:

  • 2-mm-Pellets
  • Crushed Pellets
  • feines Method-Grundfutter
  • Pellets + Grundfutter

Das Ziel ist meist, viele kleine Partikel rund um den Hakenköder anzubieten, ohne zu viel Nahrung auf einmal einzubringen.

Karpfen

Hier kannst du breiter arbeiten:

  • 2-mm-Pellets
  • Crushed Pellets
  • gehaltvolleres Grundfutter
  • Boilie Crumb
  • Kombinationen daraus

Große Karpfen

Willst du bewusst gröber fischen, kannst du mit mehr Struktur arbeiten.

Zum Beispiel mit:

  • Pellets
  • grobem Pellet Crush
  • Boilie Crumb
  • gröberem Method-Grundfutter

Der Sonubaits Super Crush Mega Carp Method Mix passt beispielsweise zu einer gröberen Method-Strategie.

Brassen

Bei Brassen muss ein Method Feeder keineswegs immer komplett mit Pellets gefüllt sein.

Grundfutter oder eine Pellet-Grundfutter-Mischung kann besonders stark sein, wenn du viele feine Partikel auf dem Platz möchtest.

8. Wassertemperatur: dein Futter muss sich mit den Bedingungen verändern

Kaltes Wasser

Meist ist weniger Nahrung sinnvoll.

Denk eher an:

  • kleinere Feeder
  • weniger Pellets
  • feines Grundfutter
  • Crushed Pellets
  • feinen Boilie Crumb
  • kleine Futterpakete

Das Ziel:

viel Lockwirkung, wenig Sättigung.

Frühjahr

Die Aktivität steigt.

Jetzt werden Kombinationen interessant:

  • Pellets + Grundfutter
  • Pellets + Crush

Sommer

Pellets werden oft besonders stark.

Aber:

Warmes Wasser bedeutet nicht automatisch maximal füttern.

Auch im Sommer kannst du wenige Fische überfüttern.

Herbst

Orientiere dich stärker an der tatsächlichen Wassertemperatur als am Kalender.

9. Wassertiefe verändert dein Method-Futter

Dieser Punkt wird enorm unterschätzt.

Auf einem Meter Wassertiefe ist dein Method Feeder schnell unten.

Auf vier oder fünf Metern bleibt die Mischung deutlich länger im Wasser.

Damit steigt die Gefahr, dass sie schon beim Absinken auseinanderfällt.

Flaches Wasser

Die Mischung darf aktiver und etwas lockerer sein.

Mittlere Tiefe

Jetzt wird die Bindung wichtiger.

Der Feeder muss:

  1. den Wurf überstehen
  2. den Wasserkontakt überstehen
  3. zum Grund sinken
  4. dort erst sauber aufbrechen

Tiefes Wasser

Jetzt zählt die Vorbereitung.

Möglichkeiten:

  • Pellets besser binden lassen
  • geeignetes Method-Grundfutter verwenden
  • Grundfutter oder feinen Crush unter Pellets mischen
  • die Mischung nicht unnötig locker formen
  • immer testen

Wichtig:

Mach das Futter nicht einfach immer härter, nur weil du tiefer angelst.

Es muss am Grund trotzdem noch freikommen.

10. So bereitest du 2-mm-Method-Pellets richtig vor

Pellets müssen nicht einfach nur „nass“ sein.

Sie müssen genau genug Wasser aufnehmen, dass sie unter leichtem Druck zusammenhalten.

Praktische Vorgehensweise

Gib die Pellets in eine Köderschale.

Befeuchte sie entsprechend den Angaben des jeweiligen Produkts.

Bei den Reniers Fishing Gold Range Method & Feeder Pellets 2mm wird beispielsweise eine kurze Vorbereitung von ungefähr zwei Minuten angegeben.

Anschließend Wasser abgießen und die Pellets etwas ruhen lassen.

Dann testen.

Richtig

Die Pellets:

  • halten beim Zusammendrücken zusammen
  • lassen sich mit leichter Kraft wieder lösen
  • fühlen sich nicht matschig an

Zu trocken

Sie:

  • lösen sich schon aus der Form
  • fallen beim Wurf ab
  • springen beim Wasserkontakt auseinander

Zu nass

Sie:

  • werden weich
  • kleben übermäßig
  • können zu lange als feste Masse am Feeder bleiben

11. So bereitest du Method-Grundfutter vor

Grundfutter solltest du nicht in einem Schritt ertränken.

Arbeite mit mehreren kleinen Wasserzugaben.

Dann:

  1. anfeuchten
  2. gründlich mischen
  3. ruhen lassen
  4. erneut kontrollieren
  5. bei Bedarf leicht nachfeuchten

Warum ruhen lassen?

Trockenbestandteile nehmen Wasser zeitversetzt auf.

Eine Mischung, die direkt nach dem Anrühren perfekt wirkt, kann zehn Minuten später deutlich trockener sein.

Sieben

Durch ein Sieb bekommst du eine gleichmäßigere Struktur ohne große Klumpen.

Das hilft vor allem beim gleichmäßigen Befüllen des Method Moulds.

12. Method Mould: wie stark sollst du drücken?

Härter ist nicht automatisch besser.

Du willst keinen Ziegelstein um deinen Feeder formen.

Du brauchst ein kompaktes Paket, das den Wurf übersteht, aber am Grund wieder auseinanderfallen kann.

Eine Form sorgt außerdem dafür, dass du jedes Mal annähernd denselben Druck und dieselbe Futtermenge verwendest.

Eine gute Option ist der Matrix Method Mould.

Weitere Modelle findest du in der Reniers-Kategorie Feeder Formen.

Zu locker gedrückt

Das Futter kann:

  • beim Wurf abfallen
  • beim Wasserkontakt auseinanderbrechen
  • beim Absinken verloren gehen

Zu hart gedrückt

Das Futter kann:

  • zu langsam aufgehen
  • als kompakte Masse liegen bleiben
  • den Hakenköder schlecht freigeben

13. Wo liegt der Hakenköder im Mould?

Grundsätzlich hast du zwei Möglichkeiten.

Hakenköder im Futter

Du legst Wafter, Pellet oder Mini-Boilie in die Form und baust das Futter darum.

Der Hakenköder liegt dann mitten im Futterpaket.

Hakenköder frei oder obenauf

Du kannst den Köder bewusst weniger tief einbauen.

Dann liegt er schneller frei, sobald der Feeder den Boden erreicht.

Beides kann funktionieren.

14. Futter und Hakenköder matchen – oder absichtlich nicht

Viele Angler stimmen alles aufeinander ab:

  • Fischmehlpellets + Fischmehl-Wafter
  • süßes Grundfutter + süßer Wafter
  • Krill-Boilie-Crumb + Krill-Wafter

Das ist logisch.

Aber Kontrast kann genauso funktionieren.

Ein heller Hakenköder auf dunklem Futter kann bewusst stärker auffallen.

Deshalb:

Matching ist eine Strategie, keine Pflicht.

15. Wie viel Futter gehört überhaupt auf den Method Feeder?

Ein häufiger Fehler:

Jeden Wurf die größte Form maximal füllen.

Mehr Futter bedeutet nicht automatisch mehr Fisch.

Bei wenig oder vorsichtigem Fisch

Nutze:

  • kleinere Feeder
  • weniger Futter
  • feinere Mischungen

Bei vielen aktiven Fischen

Dann kannst du:

  • größere Futterpakete verwenden
  • mehr Pellets einsetzen
  • häufiger neu werfen

16. Wie oft neu werfen?

Es gibt keine universelle Regel wie „alle fünf Minuten“.

Deine Futtersorte beeinflusst deinen Rhythmus.

Aktives Grundfutter

Kann häufiger neue Würfe rechtfertigen, wenn du ständig feine Partikel nachlegen willst.

Pellets

Bleiben als physische Futterteilchen länger am Platz.

Reichhaltiger Boilie- oder Pelletmix

Hier musst du aufpassen, nicht ständig mehr Nahrung zu stapeln, obwohl sie noch nicht gefressen wurde.

17. Troubleshooting: Was sagt dir dein Method Feeder?

Feeder kommt komplett leer zurück, aber kein Biss

Das muss nicht falsch sein.

Das Futter soll sich schließlich lösen.

Aber wenn es schon beim Absinken verschwindet:

  • etwas mehr Feuchtigkeit
  • etwas mehr Bindung
  • etwas fester drücken
  • gegebenenfalls Grundfutter oder feinen Pellet Crush hinzufügen

Fast das gesamte Futter sitzt noch auf dem Feeder

Dann ist die Mischung wahrscheinlich:

  • zu nass
  • zu klebrig
  • zu stark gepresst
  • nicht passend für die Situation

Pellets fallen schon vor dem Wurf ab

Meist sind sie zu trocken oder die Feuchtigkeit ist noch nicht richtig eingezogen.

Erst viele Fische, danach plötzlich nichts

Frag dich:

Wie viel Futter liegt inzwischen eigentlich auf meinem Platz?

Zehn gut gefüllte Method Feeder ergeben zusammen eine ordentliche Futtermenge.

Viele kleine Zupfer, aber keine richtigen Bisse

Die Fische können:

  • durch die Futterpartikel schwimmen
  • lose Partikel aufnehmen
  • Schnur oder Feeder berühren

Probiere:

  • weniger Futter
  • eine ruhigere Mischung
  • mehr Pellets und weniger stark arbeitendes Grundfutter
  • den Feeder länger liegen lassen

Hauptsächlich kleine Fische

Dann kannst du versuchen:

  • gröbere Pelletbestandteile
  • mehr ganze Pellets
  • gröberen Boilie Crumb
  • größeren Hakenköder
  • weniger stark wolkendes Futter

18. Schnelle Auswahlhilfe

Situation Sinnvolle erste Wahl
Kaltes Wasser Feines Grundfutter + etwas Crush
Vorsichtige F1 Feines Grundfutter oder 2-mm-Pellets
Aktive F1 2-mm-Pellets + Crushed Pellets
Karpfen am Commercial 2-mm-Method-Pellets
Große Karpfen Pellets + grober Crush oder Boilie Crumb
Brassen Grundfutter oder Pellet-Grundfutter-Mix
Flaches Wasser Aktivere, lockerere Mischung
Tiefes Wasser Mehr Bindung, eventuell Pellets + Method-Grundfutter
Viel Kleinfisch Gröbere Struktur, weniger Wolkenbildung
Wenig Fisch Weniger Nahrung, mehr Lockwirkung
Fische an Boilies gewöhnt Boilie Crumb + Pellets/Grundfutter

19. Drei einfache Method-Mischungen als Ausgangspunkt

Mix 1 – Allround Commercial

70 % 2-mm-Pellets
30 % Method-Grundfutter

Für:

  • F1
  • Karpfen
  • allgemeine Commercial-Fischerei

Mix 2 – Schwierige Fische

70 % feines Method-Grundfutter
30 % Crushed Pellets

Für:

  • kaltes Wasser
  • vorsichtige Fische
  • viel Lockwirkung mit wenig ganzen Pellets

Mix 3 – Karpfenmix

60 % 2-mm-Pellets
20 % Crushed Pellets
20 % Boilie Crumb

Diese Prozente sind Startpunkte, keine Gesetze.

20. Praktische Reniers-Fishing-Startauswahl

Micro Pellets

Reniers Fishing Gold Range Method & Feeder Pellets 2mm

oder:

Reniers Fishing Method & Feeder Competition Pellets

Method-Grundfutter

Sonubaits Super Carp Method Mix

oder:

Sonubaits Robin Red Method Groundbait

50/50 / Crushed-Pellet-Basis

Sonubaits Super Crush 50/50 Method Paste Natural

Gröbere Karpfenmischung

Sonubaits Super Crush Mega Carp Method Mix

Pellets und Boilies selbst zerkleinern

Korda Krusha

oder:

NGT Electric Boilie Grinder USB wiederaufladbar

Method Mould

Matrix Method Mould

Weitere Modelle:
Method-Feeder-Formen

Checkliste vor dem ersten Wurf

  • Welche Fischart möchte ich heute fangen?
  • Will ich vor allem Lockwirkung oder auch viel Nahrung bringen?
  • Sind 2-mm-Pellets heute wirklich sinnvoll?
  • Brauche ich Crushed Pellets für schnellere Aktivität?
  • Ist Grundfutter bei vorsichtigen Fischen besser?
  • Passt Boilie Crumb zu meiner Karpfenstrategie?
  • Hält meine Mischung den Wurf aus?
  • Bleibt sie beim Absinken am Feeder?
  • Kann sie sich am Grund wieder öffnen?
  • Füttere ich nicht automatisch zu viel?
  • Passe ich meinen Wurfrhythmus an die Fische an?

Fazit: Entscheidend ist, was dein Futter unter Wasser tun soll

Die beste Method-Feeder-Mischung gibt es nicht.

Es gibt nur eine Mischung, die zu diesem Moment passt:

  • zur Fischart
  • zur Temperatur
  • zur Tiefe
  • zum Fressverhalten
  • zum Hakenköder
  • und zur Menge Futter, die bereits auf dem Platz liegt

Micro Pellets sind eine hervorragende Basis.

Crushed Pellets verändern Struktur und Arbeitsgeschwindigkeit.

Grundfutter ermöglicht starke Lockwirkung mit weniger großen Futterpartikeln.

Boilie Crumb bringt eine karpfenorientierte Dimension in die Mischung.

Und sehr oft liegt die beste Lösung irgendwo zwischen diesen vier Komponenten.

Wer das versteht, wählt sein Method-Futter nicht mehr nur nach Geschmack oder Gewohnheit.

Dann baust du deine Mischung danach, was unter Wasser wirklich passieren soll.

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